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Die Influencer-Marketing-Agentur Lucky Shareman gibt vier Tipps zur effektiveren Nutzung von Instagram Stories.
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Videos boomen. Bis 2020 soll Bewegtbild laut Studien ganze 80 Prozent des gesamten Internet-Traffics ausmachen. Instagram kommt mit seinem Story-Format zur rechten Zeit. Instagrammer, Nutzer und werbungtreibende Unternehmen teilen per Stories spannende und emotionale Augenblicke – besonders Influencer erreichen so wichtige Unternehmensziele für Marken. Das heisst aber nicht, dass Instagrammer ihre Follower nun mit Videos und Bildern überschwemmen sollten. Spannendes Storytelling geht anders.

Von Snapchat kopiert

Als sich Snapchat-Gründer Even Spiegel vor einigen Jahren strikt gegen den Verkauf seiner App ans Zuckerberg-Imperium wandte, hatte er wohl nicht damit gerechnet, dass dieser das Story-Format klammheimlich im Hause Facebook selbst entwickeln und beim Tochterunternehmen Instagram implementieren würde. Instagram Story war geboren, fand immer mehr Zuspruch und konnte sich binnen kürzester Zeit gegen das gelbe Gespenst von Snapchat durchsetzen. Im Juni dieses Jahres verkündete Instagram satte 400 Millionen Nutzer pro Tag weltweit, während Snapchat mittlerweile um jeden Nutzer kämpft. Im Vergleich zu den letzten zwölf Monaten konnte Snapchat zwar ein Wachstum von fünf Prozent verzeichnen, allerdings sanken die Nutzerzahlen seit Q1 dieses Jahres auch wieder von 191 Millionen (Stand Q1 2018) auf 186 Millionen (Stand Q3 2018).

Nah, näher – Story

Schnelllebig, wie Social Media sind, werden nicht nur die Funktionen der Kanäle immer innovativer und spielerischer, sondern auch das Verhalten der Nutzer ändert sich. Instagram startete als Fotoplattform, auf der Nutzer Momente festhalten und mit Freunden teilen konnten: Das Frühstück mit der Freundin, den Urlaub an der Côte D´Azur oder den geliebten VW-Bulli. Doch im Zeitalter des Influencer-Marketings hat sich die Qualität im Newsfeed von Social-Media-Bekanntheiten gesteigert – und auch das Qualitätsbewusstsein der gesamten Instagram-Community. Immer beliebter werden Accounts mit einem ästhetischen Anspruch, die einer Galerie gleichen. Der Upload-Prozess eines Instagram-Postings verlängert sich durch den höheren Aufwand oft, denn es gilt, das richtige Bild zu wählen, mit Filtern oder gar Photoshop zu bearbeiten und die Caption zu durchdenken.

Aktuell ist auch eine Veränderung beim Social Sharing zu spüren. Immer mehr Nutzer verwenden die Story-Funktion und geben mit kurzen Videosequenzen oder Bildern Einblicke in ihr Leben. Stories sind das Gegenstück zum Posting. Der Reiz: Sie brauchen keine grossartige Vorbereitung und sind spielerischer. Eine Instagram-Story ist authentisch, wenn nicht alles vorgeplant ist, sondern auch mal spontan geschieht. Nutzer und Community kommen sich noch näher – der Zuschauer erlebt den Moment mit. Doch wie muss eine Story sein, damit sie gerne geschaut wird?

Tipp 1: In der Kürze liegt die Würze

Bisher sind die Sequenzen einer Story unbegrenzt. Der Instagrammer kann beliebig viele Video- und/oder Bild-Snippets aneinanderreihen. Das sollte er allerdings nicht. Denn: Je länger die gesamte Story ist, desto eher schwindet die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Gerade bei Influencer-Kampagnen, die mit Instagram Stories umgesetzt werden, sollten die Beiträge nicht in einer Wüste aus unzähligen Story-Snippets landen. Davon hätte niemand etwas – weder Protagonist, noch Zuschauer oder Unternehmen.

Tipp 2: Bild- und Video-Aufnahmen kombinieren

Bei Instagram-Story können sowohl Bilder als auch Videos bis zu 15 Sekunden veröffentlicht werden. Um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu fesseln, sollten Instagrammer beide Darstellungsweisen kombinieren. Videos lassen den Betrachter am aufgenommenen Moment teilhaben – ob nun ein neues Rezept ausprobiert oder eine Lampe montiert wird. Besonders beliebt sind Videos, bei denen der Protagonist spricht. Das wirkt persönlich, nahbar und sympathisch. Mit Bildern lassen sich Augenblicke gut fokussieren und highlighten. Die Abwechslung von Bild und Video lässt die Zuschauer länger verweilen. Übrigens: 60 Prozent aller Instagram-Stories werden mit Ton abgespielt!

Tipp 3: Features pimpen Inhalte

Mit vielen unterschiedlichen Funktionen lässt sich die Instagram Story pimpen. Doch oft ist weniger mehr. Geotags, GIFs, Verlinkungen, Musik oder Selfie-Stamp sind nur einige der Features, die Instagram für seine Stories in die Waagschale wirft. Vernünftig genutzt, haben die Features gleich mehrere Vorteile. Die Aussage wird klarer und unterhaltsamer. Ein Moment wird mit dem Boomerang-Feature betont, die Reichweite der Story durch den Geo-Tag erhöht. Instagram Stories laden die Nutzer ein, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Aber bitte nicht übertreiben.

Tipp 4: Mitmachen ist Trumpf

Im Gegensatz zum durchdachten Posting im Feed kann und soll es in der Instagram Story vor allem um Alltägliches gehen. Das Story-Format wird wie eine Art Videotagebuch im Behind-the-Scene-Style geführt. Das ist für viele Zuschauer spannend, denn sie fühlen sich dem Influencer verbunden. Sie stehen ihm so nah wie einem Freund. Die Studie „The Future of Content Marketing“ von HubSpot hat ergeben, dass 73 Prozent der Befragten unterhaltende Inhalte im Bewegtbildbereich schätzen. Mit 70 Prozent folgen lustige Inhalte.

Während Follower das Interesse an einem Instagram-Posting via Like und Kommentar ausdrücken, ist bei der Instagram-Story Interaktion und Involvement gefragt. Features wie die Swipe-up-Funktion oder das Umfrage- oder Frage-Tool bieten sich an, damit die Zuschauer nicht nur sehen oder hören, sondern auch selbst tätig werden: Mit einer Folgeaktion, einer Meinung oder einem Kommentar.

Bewegtbild ist die Zukunft

Studien zufolge wird das Volumen an Bewegtbildcontent bis 2020 auf 80 Prozent des gesamten Internet-Traffics steigen. Privatpersonen, Influencer, Unternehmen und Marken werden zu Produzenten und Konsumenten. Influencer-Marketing wird dabei immer bedeutsamer. Denn Follower hören und sehen ihren bewunderten Social-Media-Bekanntheiten gern zu. Unternehmen und Marken, die mit Influencer-Marketing via Instagram Stories potenzielle Kunden ansprechen möchten, sollten sich daher auf die authentische Inszenierung im Stil des Influencers verlassen.

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Videos boomen. Bis 2020 soll Bewegtbild laut Studien ganze 80 Prozent des gesamten Internet-Traffics ausmachen. Instagram kommt mit seinem Story-Format zur rechten Zeit. Instagrammer, Nutzer und werbungtreibende Unternehmen teilen per Stories spannende und emotionale Augenblicke – besonders Influencer erreichen so wichtige Unternehmensziele für Marken. Das heisst aber nicht, dass Instagrammer ihre Follower nun mit Videos und Bildern überschwemmen sollten. Spannendes Storytelling geht anders.

 

Von Snapchat kopiert

Als sich Snapchat-Gründer Even Spiegel vor einigen Jahren strikt gegen den Verkauf seiner App ans Zuckerberg-Imperium wandte, hatte er wohl nicht damit gerechnet, dass dieser das Story-Format klammheimlich im Hause Facebook selbst entwickeln und beim Tochterunternehmen Instagram implementieren würde. Instagram Story war geboren, fand immer mehr Zuspruch und konnte sich binnen kürzester Zeit gegen das gelbe Gespenst von Snapchat durchsetzen. Im Juni dieses Jahres verkündete Instagram satte 400 Millionen Nutzer pro Tag weltweit, während Snapchat mittlerweile um jeden Nutzer kämpft. Im Vergleich zu den letzten zwölf Monaten konnte Snapchat zwar ein Wachstum von fünf Prozent verzeichnen, allerdings sanken die Nutzerzahlen seit Q1 dieses Jahres auch wieder von 191 Millionen (Stand Q1 2018) auf 186 Millionen (Stand Q3 2018).

 

Nah, näher – Story

Schnelllebig, wie Social Media sind, werden nicht nur die Funktionen der Kanäle immer innovativer und spielerischer, sondern auch das Verhalten der Nutzer ändert sich. Instagram startete als Fotoplattform, auf der Nutzer Momente festhalten und mit Freunden teilen konnten: Das Frühstück mit der Freundin, den Urlaub an der Côte D´Azur oder den geliebten VW-Bulli. Doch im Zeitalter des Influencer-Marketings hat sich die Qualität im Newsfeed von Social-Media-Bekanntheiten gesteigert – und auch das Qualitätsbewusstsein der gesamten Instagram-Community. Immer beliebter werden Accounts mit einem ästhetischen Anspruch, die einer Galerie gleichen. Der Upload-Prozess eines Instagram-Postings verlängert sich durch den höheren Aufwand oft, denn es gilt, das richtige Bild zu wählen, mit Filtern oder gar Photoshop zu bearbeiten und die Caption zu durchdenken.

Aktuell ist auch eine Veränderung beim Social Sharing zu spüren. Immer mehr Nutzer verwenden die Story-Funktion und geben mit kurzen Videosequenzen oder Bildern Einblicke in ihr Leben. Stories sind das Gegenstück zum Posting. Der Reiz: Sie brauchen keine grossartige Vorbereitung und sind spielerischer. Eine Instagram-Story ist authentisch, wenn nicht alles vorgeplant ist, sondern auch mal spontan geschieht. Nutzer und Community kommen sich noch näher – der Zuschauer erlebt den Moment mit. Doch wie muss eine Story sein, damit sie gerne geschaut wird?

 

Tipp 1: In der Kürze liegt die Würze

Bisher sind die Sequenzen einer Story unbegrenzt. Der Instagrammer kann beliebig viele Video- und/oder Bild-Snippets aneinanderreihen. Das sollte er allerdings nicht. Denn:  Je länger die gesamte Story ist, desto eher schwindet die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Gerade bei Influencer-Kampagnen, die mit Instagram Stories umgesetzt werden, sollten die Beiträge nicht in einer Wüste aus unzähligen Story-Snippets landen. Davon hätte niemand etwas – weder Protagonist, noch Zuschauer oder Unternehmen.

 

Tipp 2: Bild- und Video-Aufnahmen kombinieren

Bei Instagram-Story können sowohl Bilder als auch Videos bis zu 15 Sekunden veröffentlicht werden. Um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu fesseln, sollten Instagrammer beide Darstellungsweisen kombinieren. Videos lassen den Betrachter am aufgenommenen Moment teilhaben – ob nun ein neues Rezept ausprobiert oder eine Lampe montiert wird. Besonders beliebt sind Videos, bei denen der Protagonist spricht. Das wirkt persönlich, nahbar und sympathisch. Mit Bildern lassen sich Augenblicke gut fokussieren und highlighten. Die Abwechslung von Bild und Video lässt die Zuschauer länger verweilen. Übrigens: 60 Prozent aller Instagram-Stories werden mit Ton abgespielt!

 

Tipp 3: Features pimpen Inhalte

Mit vielen unterschiedlichen Funktionen lässt sich die Instagram Story pimpen. Doch oft ist weniger mehr. Geotags, GIFs, Verlinkungen, Musik oder Selfie-Stamp sind nur einige der Features, die Instagram für seine Stories in die Waagschale wirft. Vernünftig genutzt, haben die Features gleich mehrere Vorteile. Die Aussage wird klarer und unterhaltsamer. Ein Moment wird mit dem Boomerang-Feature betont, die Reichweite der Story durch den Geo-Tag erhöht. Instagram Stories laden die Nutzer ein, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Aber bitte nicht übertreiben.

 

Tipp 4: Mitmachen ist Trumpf

Im Gegensatz zum durchdachten Posting im Feed kann und soll es in der Instagram Story vor allem um Alltägliches gehen. Das Story-Format wird wie eine Art Videotagebuch im Behind-the-Scene-Style geführt. Das ist für viele Zuschauer spannend, denn sie fühlen sich dem Influencer verbunden. Sie stehen ihm so nah wie einem Freund. Die Studie „The Future of Content Marketing“ von HubSpot hat ergeben, dass 73 Prozent der Befragten unterhaltende Inhalte im Bewegtbildbereich schätzen. Mit 70 Prozent folgen lustige Inhalte.

Während Follower das Interesse an einem Instagram-Posting via Like und Kommentar ausdrücken, ist bei der Instagram-Story Interaktion und Involvement gefragt. Features wie die Swipe-up-Funktion oder das Umfrage- oder Frage-Tool bieten sich an, damit die Zuschauer nicht nur sehen oder hören, sondern auch selbst tätig werden: Mit einer Folgeaktion, einer Meinung oder einem Kommentar.

 

Bewegtbild ist die Zukunft

Studien zufolge wird das Volumen an Bewegtbildcontent bis 2020 auf 80 Prozent des gesamten Internet-Traffics steigen. Privatpersonen, Influencer, Unternehmen und Marken werden zu Produzenten und Konsumenten. Influencer-Marketing wird dabei immer bedeutsamer. Denn Follower hören und sehen ihren bewunderten Social-Media-Bekanntheiten gern zu. Unternehmen und Marken, die mit Influencer-Marketing via Instagram Stories potenzielle Kunden ansprechen möchten, sollten sich daher auf die authentische Inszenierung im Stil des Influencers verlassen.

 

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