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Michael Kamm, CEO von Agence Trio ist erster Westschweizer «Publicitaire de l’Année». In unserer Serie zum Jahresausklang blickt er auf 2018 zurück und wagt einen Ausblick ins kommende Jahr 2019.
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Seit 2018 hat die Werbebranche auch in der Westschweiz eine starke Stimme: Der «Publicitaire de l’Année» vertritt die Anliegen der welschen Werbewirtschaft – unterstützt durch die Verbände KS/CS, SWA und LSA. Michael Kamm, CEO der Agentur Agence Trio, wurde Ende Mai anlässlich der dritten Nacht der Kommunikation im Olympischen Museum in Lausanne zum ersten Titelträger gekürt. Verschiedene Kriterien führten dazu, dass die Wahl auf Kamm fiel: seine Rolle als Verfechter und Wortführer der Werbung in den Medien; sein Einsatz gegen werbefeindliche Initiativen wie «Genève Zéro Pub» oder «No Billag»; sein Kampf für gerechte Bedingungen bei Ausschreibungen für alle Agenturen und im Interesse der Werbeauftraggeber; seine Mitarbeit in beruflichen Branchenverbänden; sein Einsatz in der Aus- und Weiterbildung – und last, but not least seine Rolle als Vertreter der Westschweizer Werbung gegenüber der Deutschschweiz. Der CEO der ältesten Werbeagentur der Schweiz kämpft unermüdlich für die Anliegen der Branche und schlägt über den Röstigraben hinweg Brücken in die Deutschschweiz. Die Werbewoche besuchte im November den «Publicitaire de l’Année» in Lausanne – als erstes Deutschweizer Medium überhaupt, wie Kamm später twitterte.

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Werbewoche: Ihr persönliches Highlight 2018?

Michael Kamm: Zum ersten «Publicitaire de l’année» ernannt zu werden, war für mich eine grosse Ehre, eine Anerkennung der Branche und gleichzeitig eine grosse Verantwortung. Ich habe dieses Amt mit viel Engagement und Energie übernommen, weil es mir ein grosses Anliegen ist, unserer Branche eine stärkere Präsenz auf dem Markt und in der Öffentlichtlichkeit zu verschaffen.

Welche Schweizer Kampagne ist Ihnen 2018 in besonderer Erinnerung geblieben?


Bei Agence Trio ganz klar die Kampagne «NON à No Billag», die war ein grosses Stück harter Arbeit innert kurzer Zeit. Und sicher auch die Markenkampagne für Vacherin Fri- bourgeois. Und «Chapeau!» in Richtung Bern: Die Marke Valais/Wallis wurde sehr gut beworben.

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Contexta bewirbt Valais/Wallis – unter anderem mit Viralfilmen wie «Der Beweis: Wallis macht süchtig».

Was hat Sie dieses Jahr gestört?

Unbezahlte Strategien und Ideen! Wir Agenturen sollen unsere «valeur ajoutée» auch bei Pitches nicht einfach so hergeben. Es gibt Fortschritte, aber die ganze Branche sollte sich bei diesem Thema einig sein und zusam-menschliessen. «Respect your work, respect yourself.» Wir bei Trio sind diesem Leitmotiv treu und verteidigen dieses Prinzip täglich, um die Interessen ALLER Agenturen und der ganzen Branche zu verteidigen.

Welches Thema hat die Werbebranche 2018 Ihrer Meinung nach besonders geprägt?

«No Billag!» Wir haben es wirklich geschafft, den Zusammenbruch der Radio- und TV-Medien in der Schweiz zu vermeiden. Auch der ständig wachsende Anteil der Werbefranken, die auf wichtige Webplattformen iessen, regt zum Nachdenken an; die Werbebudgets sollten besser und mit Sicht auf Qualität und meinungsschaffendem Inhaltsumfeld investiert werden.

Ein zentraler Trend für 2019?

Voice. Wie verführe ich Alexa, um meiner Marke den Vorrang zu geben? Und Storytelling. Trend bei Trio seit 1931. 2019 noch leistungsstärker durch innovative Cross-Channel-Strategien mit relevanten Inhalten und cleverer Datennutzung.

Was ist die grösste Herausforderung, der sich die Werbebranche im kommenden Jahr stellen muss?


Werbung muss ihre Relevanz in den Vordergrund bringen, um so die Akzeptanz unserer Arbeit in der Öffentlichkeit zu verbessern. Ein erster wichtiger Ansatz, um den Kampf gegen missbräuchliche Werbeverbote zu gewinnen.

Was stimmt Sie zuversichtlich, dass 2019 ein gutes Jahr wird?


Erstens: Die Zufriedenheit und die langfristige partnerscha liche Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit unseren Kunden sind schon seit 1931 immer die besten Perspektiven für das jeweils nächste Jahr. Zweitens: interessante Kooperationen und Integrationen von neuen Kompetenzen, die die Agentur Trio stärken werden, um 2019 neue nationale Kunden gewinnen zu können. Drittens: die zunehmende Kontaktaufnahme von Auftraggebern und Medien und die Weiterempfehlung der Agentur durch aktuelle Kunden: «Le fruit d’un travail bien fait»!

2018 neigt sich dem Ende zu. Zeit, nochmals zurückzublicken – und einen Ausblick aufs kommende Jahr zu wagen. Die Werbewoche hat sich bei Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Werbebranche umgehört. Sie alle haben der Kreativwirtschaft in der ein oder anderen Form einen prägenden Stempel aufgedrückt. Alle Interviews finden Sie in der aktuellen Werbewoche 20/21 vom 18. Dezember 2018.

Interviews und Text: Thomas Häusermann.

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Seit 2018 hat die Werbebranche auch in der Westschweiz eine starke Stimme: Der «Publicitaire de l’Année» vertritt die Anliegen der welschen Werbewirtschaft – unterstützt durch die Verbände KS/CS, SWA und LSA. Michael Kamm, CEO der Agentur Agence Trio, wurde Ende Mai anlässlich der dritten Nacht der Kommunikation im Olympischen Museum in Lausanne zum ersten Titelträger gekürt. Verschiedene Kriterien führten dazu, dass die Wahl auf Kamm fiel: seine Rolle als Verfechter und Wortführer der Werbung in den Medien; sein Einsatz gegen werbefeindliche Initiativen wie «Genève Zéro Pub» oder «No Billag»; sein Kampf für gerechte Bedingungen bei Ausschreibungen für alle Agenturen und im Interesse der Werbeauftraggeber; seine Mitarbeit in beruflichen Branchenverbänden; sein Einsatz in der Aus- und Weiterbildung – und last, but not least seine Rolle als Vertreter der Westschweizer Werbung gegenüber der Deutschschweiz. Der CEO der ältesten Werbeagentur der Schweiz kämpft unermüdlich für die Anliegen der Branche und schlägt über den Röstigraben hinweg Brücken in die Deutschschweiz. Die Werbewoche besuchte im November den «Publicitaire de l’Année» in Lausanne – als erstes Deutschweizer Medium überhaupt, wie Kamm später twitterte.

 

 

 

Werbewoche: Ihr persönliches Highlight 2018?

Michael Kamm: Zum ersten «Publicitaire de l’année» ernannt zu werden, war für mich eine grosse Ehre, eine Anerkennung der Branche und gleichzeitig eine grosse Verantwortung. Ich habe dieses Amt mit viel Engagement und Energie übernommen, weil es mir ein grosses Anliegen ist, unserer Branche eine stärkere Präsenz auf dem Markt und in der Öffentlichtlichkeit zu verschaffen.

 

Welche Schweizer Kampagne ist Ihnen 2018 in besonderer Erinnerung geblieben?


Bei Agence Trio ganz klar die Kampagne «NON à No Billag», die war ein grosses Stück harter Arbeit innert kurzer Zeit. Und sicher auch die Markenkampagne für Vacherin Fri- bourgeois. Und «Chapeau!» in Richtung Bern: Die Marke Valais/Wallis wurde sehr gut beworben.

Contexta bewirbt Valais/Wallis – unter anderem mit Viralfilmen wie «Der Beweis: Wallis macht süchtig».

 

Was hat Sie dieses Jahr gestört?

Unbezahlte Strategien und Ideen! Wir Agenturen sollen unsere «valeur ajoutée» auch bei Pitches nicht einfach so hergeben. Es gibt Fortschritte, aber die ganze Branche sollte sich bei diesem Thema einig sein und zusam-menschliessen. «Respect your work, respect yourself.» Wir bei Trio sind diesem Leitmotiv treu und verteidigen dieses Prinzip täglich, um die Interessen ALLER Agenturen und der ganzen Branche zu verteidigen.

 

Welches Thema hat die Werbebranche 2018 Ihrer Meinung nach besonders geprägt?

«No Billag!» Wir haben es wirklich geschafft, den Zusammenbruch der Radio- und TV-Medien in der Schweiz zu vermeiden. Auch der ständig wachsende Anteil der Werbefranken, die auf wichtige Webplattformen iessen, regt zum Nachdenken an; die Werbebudgets sollten besser und mit Sicht auf Qualität und meinungsschaffendem Inhaltsumfeld investiert werden.

 

Ein zentraler Trend für 2019?

Voice. Wie verführe ich Alexa, um meiner Marke den Vorrang zu geben? Und Storytelling. Trend bei Trio seit 1931. 2019 noch leistungsstärker durch innovative Cross-Channel-Strategien mit relevanten Inhalten und cleverer Datennutzung.

 

Was ist die grösste Herausforderung, der sich die Werbebranche im kommenden Jahr stellen muss?


Werbung muss ihre Relevanz in den Vordergrund bringen, um so die Akzeptanz unserer Arbeit in der Öffentlichkeit zu verbessern. Ein erster wichtiger Ansatz, um den Kampf gegen missbräuchliche Werbeverbote zu gewinnen.

 

Was stimmt Sie zuversichtlich, dass 2019 ein gutes Jahr wird?


Erstens: Die Zufriedenheit und die langfristige partnerscha liche Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit unseren Kunden sind schon seit 1931 immer die besten Perspektiven für das jeweils nächste Jahr. Zweitens: interessante Kooperationen und Integrationen von neuen Kompetenzen, die die Agentur Trio stärken werden, um 2019 neue nationale Kunden gewinnen zu können. Drittens: die zunehmende Kontaktaufnahme von Auftraggebern und Medien und die Weiterempfehlung der Agentur durch aktuelle Kunden: «Le fruit d’un travail bien fait»!

 

 

2018 neigt sich dem Ende zu. Zeit, nochmals zurückzublicken – und einen Ausblick aufs kommende Jahr zu wagen. Die Werbewoche hat sich bei Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Werbebranche umgehört. Sie alle haben der Kreativwirtschaft in der ein oder anderen Form einen prägenden Stempel aufgedrückt. Alle Interviews finden Sie in der aktuellen Werbewoche 20/21 vom 18. Dezember 2018.

Interviews und Text: Thomas Häusermann.

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