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Dennis Lück, CCO bei Jung von Matt/Limmat, hat im Januar mit seiner Agentur das Kreativranking gewonnen. In unserer Serie zum Jahresausklang blickt er auf 2018 zurück und wagt einen Ausblick ins kommende Jahr 2019.
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Jung von Matt/Limmat wurde im Januar zum Sieger des alljährlich von der Werbewoche durchgeführten und publizierten Kreativrankings gekürt. Unter der kreativen Leitung von CCO Dennis Lück, der 2016 von FCB Zürich zur Agentur stiess, gelang es Jung von Matt/Limmat seit 2014 erstmals wieder, die Spitze zu erklimmen. Lück, der spätestens seit seinem Amtsjahr als «Werber der Jahres» 2017 auch ausserhalb der Branche vielerorts bekannt ist, betont dabei stets, dass er seine eigene Rolle im kreativen Gefüge nicht überbewertet. «Ich bin exakt einer von etwa 100, der zu den Erfolgen beigetragen hat. Nicht mehr, aber auch nicht weniger», erklärte er seinen Beitrag zum Agenturerfolg gegenüber der Werbewoche. Dennoch fällt auf: Dennis Lück und Kreativranking – das passt. In seinem ersten Jahr bei Jung von Matt musste er sich nur von seinem ehemaligen Arbeitgeber FCB Zürich und den Erfolgen, die unter seiner Leitung entstanden sind, geschlagen geben. Im zweiten Jahr gewann er es. Und nach der diesjährigen Award-Saison dürfte klar sein: Auch beim nächsten Ranking gehört Jung von Matt im Rennen um den Sieg zu den Top-Favoriten.

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Werbewoche: Ihr persönliches Highlight 2018?

Dennis Lück: Das Jahr startete ja gleich mit der Ernennung zur kreativen Nr. 1 in der Schweiz. Von da an ging es nur noch bergab (lacht). Nein, im Ernst. Das Jahr war ein Rausch: Es folgten die meisten Auszeichnungen in Cannes, die meisten Awards beim Schweizer Effie, auch Auszeichnungen in den zukunftsweisenden Kategorien wie Creative Data, Mobile, PR und Brand Experience. Mit den «Grillitariern» haben wir eine neue Food-Gattung ins Leben gerufen, unser Digital-Detox-Service für die Hotelkette Ibis ging um die Welt, ein paar Hammer-Neugeschäfte gab es auch noch oben drauf. Es war also ein wirklich geiles Jahr.

Welche Schweizer Kampagne ist Ihnen 2018 in besonderer Erinnerung geblieben?

Da erwähne ich gerne etwas aus der Küche der Wettbewerber, und zwar die «Big Mac 50 Years»- Kampagne von TBWA\Zürich. Ein weltweiter Abräumer mit dem schönen Stempel «Made in Switzerland». Chapeau!

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Welches Thema hat die Werbebranche 2018 Ihrer Meinung nach besonders geprägt?

Es tauchen ständig neue Kanäle auf, IGTV hat uns da sicher alle ordentlich beschäftigt. Dann gelingt es der Branche auch immer besser, Kreativität und Daten miteinander zu verheiraten. Und jetzt, so ist zumindest mein Eindruck, suchen wir alle nach Ideen mit transformativer Kraft, also Kommunikationsarbeiten, die Einfluss auf die Gesellschaft nehmen.

Ein zentraler Trend für 2019?

E-Sports wird sich auch in der Schweiz zu einem neuen Wirtschaftsfaktor entwickeln. Ich selbst bin als Semi-Pro bei «The Great Giana Sisters» am Start.

Was hat Sie dieses Jahr gestört?

Das ganze Gejammere in unserer Branche. Deshalb jammere ich nun gerade nicht.

Was ist die grösste Herausforderung, der sich die Werbebranche im kommenden Jahr stellen muss?

Das ist einfach zu beantworten: Wir dürfen nicht mehr nur Werbebranche sein. Das wird nicht mehr reichen. Wir müssen eine Kommunikations-Branche, eine ExperienceBranche, eine Service-Design-Branche, eine Interaktions-Branche, eine Business-Accelerator-Branche sein. Dann bleiben wir zukunftsfähig.

Was stimmt Sie zuversichtlich, dass 2019 ein gutes Jahr wird?

Wir sind eine recht ordentlich aufgestellte Kommunikations-Brand-Experience-Service-Design-Interaktions-Business-Accelerator-Agentur. Und haben seit Kurzem sogar noch unsere eigene Biermarke. Es kann also nichts schiefgehen (lacht).

2018 neigt sich dem Ende zu. Zeit, nochmals zurückzublicken – und einen Ausblick aufs kommende Jahr zu wagen. Die Werbewoche hat sich bei Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Werbebranche umgehört. Sie alle haben der Kreativwirtschaft in der ein oder anderen Form einen prägenden Stempel aufgedrückt. Alle Interviews finden Sie in der aktuellen Werbewoche 20/21 vom 18. Dezember 2018.

Interviews und Text: Thomas Häusermann.

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Jung von Matt/Limmat wurde im Januar zum Sieger des alljährlich von der Werbewoche durchgeführten und publizierten Kreativrankings gekürt. Unter der kreativen Leitung von CCO Dennis Lück, der 2016 von FCB Zürich zur Agentur stiess, gelang es Jung von Matt/Limmat seit 2014 erstmals wieder, die Spitze zu erklimmen. Lück, der spätestens seit seinem Amtsjahr als «Werber der Jahres» 2017 auch ausserhalb der Branche vielerorts bekannt ist, betont dabei stets, dass er seine eigene Rolle im kreativen Gefüge nicht überbewertet. «Ich bin exakt einer von etwa 100, der zu den Erfolgen beigetragen hat. Nicht mehr, aber auch nicht weniger», erklärte er seinen Beitrag zum Agenturerfolg gegenüber der Werbewoche. Dennoch fällt auf: Dennis Lück und Kreativranking – das passt. In seinem ersten Jahr bei Jung von Matt musste er sich nur von seinem ehemaligen Arbeitgeber FCB Zürich und den Erfolgen, die unter seiner Leitung entstanden sind, geschlagen geben. Im zweiten Jahr gewann er es. Und nach der diesjährigen Award-Saison dürfte klar sein: Auch beim nächsten Ranking gehört Jung von Matt im Rennen um den Sieg zu den Top-Favoriten.

 

 

Werbewoche: Ihr persönliches Highlight 2018?

Dennis Lück: Das Jahr startete ja gleich mit der Ernennung zur kreativen Nr. 1 in der Schweiz. Von da an ging es nur noch bergab (lacht). Nein, im Ernst. Das Jahr war ein Rausch: Es folgten die meisten Auszeichnungen in Cannes, die meisten Awards beim Schweizer Effie, auch Auszeichnungen in den zukunftsweisenden Kategorien wie Creative Data, Mobile, PR und Brand Experience. Mit den «Grillitariern» haben wir eine neue Food-Gattung ins Leben gerufen, unser Digital-Detox-Service für die Hotelkette Ibis ging um die Welt, ein paar Hammer-Neugeschäfte gab es auch noch oben drauf. Es war also ein wirklich geiles Jahr.

 

Welche Schweizer Kampagne ist Ihnen 2018 in besonderer Erinnerung geblieben?

Da erwähne ich gerne etwas aus der Küche der Wettbewerber, und zwar die «Big Mac 50 Years»- Kampagne von TBWA\Zürich. Ein weltweiter Abräumer mit dem schönen Stempel «Made in Switzerland». Chapeau!

 

 

 

Welches Thema hat die Werbebranche 2018 Ihrer Meinung nach besonders geprägt?

Es tauchen ständig neue Kanäle auf, IGTV hat uns da sicher alle ordentlich beschäftigt. Dann gelingt es der Branche auch immer besser, Kreativität und Daten miteinander zu verheiraten. Und jetzt, so ist zumindest mein Eindruck, suchen wir alle nach Ideen mit transformativer Kraft, also Kommunikationsarbeiten, die Einfluss auf die Gesellschaft nehmen.

 

Ein zentraler Trend für 2019?

E-Sports wird sich auch in der Schweiz zu einem neuen Wirtschaftsfaktor entwickeln. Ich selbst bin als Semi-Pro bei «The Great Giana Sisters» am Start.

 

Was hat Sie dieses Jahr gestört?

Das ganze Gejammere in unserer Branche. Deshalb jammere ich nun gerade nicht.

 

Was ist die grösste Herausforderung, der sich die Werbebranche im kommenden Jahr stellen muss?

Das ist einfach zu beantworten: Wir dürfen nicht mehr nur Werbebranche sein. Das wird nicht mehr reichen. Wir müssen eine Kommunikations-Branche, eine ExperienceBranche, eine Service-Design-Branche, eine Interaktions-Branche, eine Business-Accelerator-Branche sein. Dann bleiben wir zukunftsfähig.

 

Was stimmt Sie zuversichtlich, dass 2019 ein gutes Jahr wird?

Wir sind eine recht ordentlich aufgestellte Kommunikations-Brand-Experience-Service-Design-Interaktions-Business-Accelerator-Agentur. Und haben seit Kurzem sogar noch unsere eigene Biermarke. Es kann also nichts schiefgehen (lacht).

 

2018 neigt sich dem Ende zu. Zeit, nochmals zurückzublicken – und einen Ausblick aufs kommende Jahr zu wagen. Die Werbewoche hat sich bei Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Werbebranche umgehört. Sie alle haben der Kreativwirtschaft in der ein oder anderen Form einen prägenden Stempel aufgedrückt. Alle Interviews finden Sie in der aktuellen Werbewoche 20/21 vom 18. Dezember 2018.

Interviews und Text: Thomas Häusermann.

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