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FCB Leutenegger Krüll gestaltete wieder das Programmheft des Theaters Neumarkt
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FCB Leutenegger Krüll gestaltete wieder das Programmheft des Theaters Neumarkt Es sei ein aufregendes und zum Teil auch hartes Jahr gewesen, sagt Crescentia Dünsser, die das Theater Neumarkt zusammen mit Otto Kukla leitet. Um die Stadt kennen zu lernen, sei man auf Zürich zugegangen, indem man auch ausser Haus Veranstaltungen aufführte. In der neuen Spielzeit beschäftigt sich das Theater Neumarkt mit der veränderten Rolle des einzelnen Menschen. Die heutige (Erlebnis-)Gesellschaft schmeisse das Individuum auf sich selbst zurück, sagte Dünsser. Ausgangspunkt der Spielplanplanung war eine Untersuchung der überlieferten Familienstrukturen. Zeitgenossen bilden den Schwerpunkt des Programms: Sechs junge Autoren, darunter drei aus der Schweiz, werden aufgeführt, ein alter als Kontrapunkt. In den Geschichten geht es vor allem um junge Menschen, die in den verschiedensten Lebenssituationen auf der Suche nach der Rolle sind, die sie zu spielen haben. Werblich wird die Zürcher Bühne weiterhin von FCB Leutenegger Krüll betreut. Mit einer auffälligen Idee setzte die Agentur aus Wallisellen das Spielzeitthema um: Ein sinnliches Programmheft zeigt Makroaufnahmen von Körperteilen. Die Bilder ermöglichen ein Assoziieren individueller Erfahrungen. Ferner kommunizieren die Aufnahmen, dass es in der aktuellen Spielzeit um eine Nahaufnahme des Menschen geht. Die «Hautbilder», nicht sexistisch, aber intim, verfehlen ihre Wirkung nicht: «Die Leute möchten sofort in das Programm hineinschauen», sagt Crescentia Dünsser, die das Konzept «ziemlich geil» findet. Die Sperrigkeit der unhandlichen A3-formatigen Publikation widerspiegelt ausserdem ein Charakteristikum des Theaters: nämlich dessen Unangepasstheit. «Das Theater Neumarkt ist kein Gemischtwarenladen, der anbietet, was gerade trendy ist», sagt die Intendantin. Ernst Weber
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FCB Leutenegger Krüll gestaltete wieder das Programmheft des Theaters Neumarkt Es sei ein aufregendes und zum Teil auch hartes Jahr gewesen, sagt Crescentia Dünsser, die das Theater Neumarkt zusammen mit Otto Kukla leitet. Um die Stadt kennen zu lernen, sei man auf Zürich zugegangen, indem man auch ausser Haus Veranstaltungen aufführte. In der neuen Spielzeit beschäftigt sich das Theater Neumarkt mit der veränderten Rolle des einzelnen Menschen. Die heutige (Erlebnis-)Gesellschaft schmeisse das Individuum auf sich selbst zurück, sagte Dünsser. Ausgangspunkt der Spielplanplanung war eine Untersuchung der überlieferten Familienstrukturen. Zeitgenossen bilden den Schwerpunkt des Programms: Sechs junge Autoren, darunter drei aus der Schweiz, werden aufgeführt, ein alter als Kontrapunkt. In den Geschichten geht es vor allem um junge Menschen, die in den verschiedensten Lebenssituationen auf der Suche nach der Rolle sind, die sie zu spielen haben. Werblich wird die Zürcher Bühne weiterhin von FCB Leutenegger Krüll betreut. Mit einer auffälligen Idee setzte die Agentur aus Wallisellen das Spielzeitthema um: Ein sinnliches Programmheft zeigt Makroaufnahmen von Körperteilen. Die Bilder ermöglichen ein Assoziieren individueller Erfahrungen. Ferner kommunizieren die Aufnahmen, dass es in der aktuellen Spielzeit um eine Nahaufnahme des Menschen geht. Die «Hautbilder», nicht sexistisch, aber intim, verfehlen ihre Wirkung nicht: «Die Leute möchten sofort in das Programm hineinschauen», sagt Crescentia Dünsser, die das Konzept «ziemlich geil» findet. Die Sperrigkeit der unhandlichen A3-formatigen Publikation widerspiegelt ausserdem ein Charakteristikum des Theaters: nämlich dessen Unangepasstheit. «Das Theater Neumarkt ist kein Gemischtwarenladen, der anbietet, was gerade trendy ist», sagt die Intendantin. Ernst Weber