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Die Ergebnisse einer Mitglieder-Umfrage des Werbeclubs-Ostschweiz zu Corona zeigen klar: Die Krise trifft auch die Ostschweizer Kreativbranche hart. Umsatzeinbussen respektive -verlust, Kurzarbeit und zu erwartende Liquiditätsengpässe sind zur harten Realität geworden, fast ein Viertel der Befragten bekommt derzeit überhaupt keine Aufträge mehr. Immerhin gab es bisher noch kaum Entlassungen.
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Fast 90 Prozent der rund 150 Firmen- und Einzelmitglieder des Werbeclubs Ostschweiz haben an der Umfrage teilgenommen. Gut 47 Prozent der befragten Mitglieder – zu denen Kommunikationsagenturen, Web- Agenturen, Dienstleister wie Druckereien, aber auch Event-Veranstalter gehören – geben an, dass ihr Unternehmen stark bis sehr stark von der Corona-Krise betroffen ist.

Die Auswirkungen der aktuellen Situation bekommen die meisten zu spüren: 47,6 Prozent erhalten weniger, fast ein Viertel sogar praktisch gar keine Aufträge mehr. Immerhin: Gut jedes zehnte Unternehmen scheint mehr bis viel mehr Aufträge zu akquirieren.

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«Lieber» Kurzarbeit als Überbrückungskredite

Zwar rechnet der Grossteil der Befragten (58,3%) mit wenig bis keinem Umsatzverlust. Trotzdem rechnet ein Fünftel aller Befragten mit einem Umsatzverlust von 50 oder mehr Prozent für 2020.

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Von der wohl bekanntesten «Gegenmassnahme», der Kurzarbeit, machen knapp die Hälfte aller Antwortenden Gebrauch. Knapp drei Viertel haben dafür aber keinen Überbrückungskredit beantragt. «Nur» jedes fünfte Unternehmen musste so weit gehen.

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Glücklicherweise bildeten Entlassungen bisher die Ausnahme: Über 95 Prozent gaben an, keine Mitarbeitende entlassen zu haben. 

 

Massnahmen des Bundes angemessen, Exitstrategie sinnvoll

63,1 Prozent der Befragten empfinden die vom Bund getroffenen Massnamen zur Eindämmung von Covid-19 als angemessen und ausreichend. Ein Viertel meint hingegen, diese gingen zu weit.

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Noch mehr Zuspruch erhält der Bund bei seinem Vorgehen zum schrittweisen «Wiedereinstieg»: Über 70 Prozent halten die Exitstrategie für sinnvoll, da sie für Handlungsspielraum sorgt. Gut 16 Prozent monieren jedoch, dass es sich um eine unfaire Lösung handle, da kein gleiches Recht für alle gelte.

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Verhalten optimistische Prognosen 

Gut 20 Prozent der Antwortenden rechnen für das laufende Jahr mit Schwierigkeiten in Sachen Liquidität. Etwas mehr als die Hälfte hält dies für eher bis sehr unwahrscheinlich – wobei diese Einschätzung sicher vom weiteren Verlauf der Krise abhängt: Denn anhaltende Nachfragerückgänge, verlängerte behördlich verordnete Einschränkungen und Zahlungsausfälle von Kunden führen zwangsweise zu Liquiditätsproblemen. 

Trotzdem: Die Ostschweizer Kreativszene lässt sich den Optimismus nicht nehmen. Denn immerhin mehr als die Hälfte aller Befragten rechnet damit, dass ihr Unternehmen bis spätestens im 2. Halbjahr 2020 keine negativen Folgen der Corona-Krise mehr zu spüren hat.

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