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Wenn man als Journalist die Gelegenheit bekommt, einige Minuten mit einem hochkarätigen Star wie Marilyn Manson, Pharrell Williams oder Snoop Dogg zu plaudern, sollte man normalerweise bemüht sein, sich topseriös zu verhalten. Der kanadische Moderator Nardwuar the human serviette kennt da allerdings kein Pardon.
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Wenn man als Journalist die Gelegenheit bekommt, einige Minuten mit einem hochkarätigen Star wie Marilyn Manson, Pharrell Williams oder Snoop Dogg zu plaudern, sollte man normalerweise bemüht sein, sich topseriös zu verhalten. Man will ja nicht die kostbare Interviewzeit vergeuden, oder gar riskieren, dass der Star das Gespräch plötzlich abbricht. Also ja keine allzu grossen Mäzchen, ja kein Klamauk, ja nicht das Hierarchiegefüge zwischen Star und Fragensteller durcheinander bringen. Der kanadische Moderator Nardwuar the human serviette kennt da allerdings kein Pardon: Mit hoher, nerviger Stimme und eigentümlich nerdiger optischer Aufmachung stürzt er sich mit einem dümmlichen «who are you?» auf seine weltbekannten Interviewpartner. Jeder soll sich dem Kanadier mit der Schottenmustermütze, der grossen Brille und dem infantilen Gehabe erstmal selber vorstellen. Und dann, wenn einige, wie zum Beispiel Blur-Schlagzeuger Dave Rowntree ob dem Austausch von Belanglosigkeiten schon längst die Beherrschung verloren haben, zieht der Journalist aus Vancouver ganz unvermittelt die Asse aus dem Ärmel. Dann holt er aus seinem alten Aktenkoffer nämlich Dinge hervor, die ganz eng mit der Lebensgeschichte der Künstler verknüpft sind: Pharrell Williams bekommt beispielsweise erst die Originalpressung seiner ersten Platte, dann ein Buch übers Skateboarden und schliesslich noch eine Kinderpuppe in die Hand gedrückt und kriegt vor Erstaunen den Mund nicht mehr zu. Spätestens dann erzählen sie der menschlichen Serviette alles, was sie wissen will. Sehr unterhaltend.
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Wenn man als Journalist die Gelegenheit bekommt, einige Minuten mit einem hochkarätigen Star wie Marilyn Manson, Pharrell Williams oder Snoop Dogg zu plaudern, sollte man normalerweise bemüht sein, sich topseriös zu verhalten. Man will ja nicht die kostbare Interviewzeit vergeuden, oder gar riskieren, dass der Star das Gespräch plötzlich abbricht. Also ja keine allzu grossen Mäzchen, ja kein Klamauk, ja nicht das Hierarchiegefüge zwischen Star und Fragensteller durcheinander bringen. Der kanadische Moderator Nardwuar the human serviette kennt da allerdings kein Pardon: Mit hoher, nerviger Stimme und eigentümlich nerdiger optischer Aufmachung stürzt er sich mit einem dümmlichen «who are you?» auf seine weltbekannten Interviewpartner. Jeder soll sich dem Kanadier mit der Schottenmustermütze, der grossen Brille und dem infantilen Gehabe erstmal selber vorstellen. Und dann, wenn einige, wie zum Beispiel Blur-Schlagzeuger Dave Rowntree ob dem Austausch von Belanglosigkeiten schon längst die Beherrschung verloren haben, zieht der Journalist aus Vancouver ganz unvermittelt die Asse aus dem Ärmel. Dann holt er aus seinem alten Aktenkoffer nämlich Dinge hervor, die ganz eng mit der Lebensgeschichte der Künstler verknüpft sind: Pharrell Williams bekommt beispielsweise erst die Originalpressung seiner ersten Platte, dann ein Buch übers Skateboarden und schliesslich noch eine Kinderpuppe in die Hand gedrückt und kriegt vor Erstaunen den Mund nicht mehr zu. Spätestens dann erzählen sie der menschlichen Serviette alles, was sie wissen will. Sehr unterhaltend.